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Eine neue Hoffnung?

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Der chronologisch vierte Teil der Star Wars- Saga trägt den Untertitel “A new hope – eine neue Hoffnung”. Außerhalb der Science- Fiction Welt scheinen die Menschen angesichts niedriger Wahlbeteiligungen jeglicher Hoffnung beraubt zu sein…

Es ist soweit. Das Aktivisten- Kollektiv “Soziales Netzwerk” will sich künftig als politische Partei für Menschen einsetzen, in deren Lebensrealität soziale Ungerechtigkeit zum festen Bestandteil geworden ist. Zwischen Lohndumping und Hartz 4 stottert der eigentliche Motor der deutschen Wirtschaft, damit die Elite unserer Gesellschaft den Luxus einer kapitalistisch ausgeprägten Marktwirtschaft ausleben kann.

Braucht Deutschland wirklich noch eine weitere Partei? Im Grunde nicht, denn die bisherigen genügen eigentlich völlig, den Menschen Versprechungen zu geben, welche bekanntermaßen nur selten eingehalten werden. Jedoch muss man ein politisches Spielfeld betreten, welches seit Jahrzehnten so konstruiert wurde, dass die Demokratie als Papiertiger angekettet darauf platziert zu sein scheint. Man muss die Spielregeln akzeptieren, welche so ausgestaltet wurden, dass die Sieger möglichst vor Anpfiff der Begegnung feststehen. Als Alternative bietet sich lediglich Anarchie oder Revolution an…

Als Partei besteht zumindest die Hoffnung, an diesem perfiden Spiel um Macht und Geld teil zu nehmen, Einfluss zu bekommen und die Spielregeln neu zu definieren. Dazu benötigt diese Partei allerdings Unterstützung von den Menschen, welche politisch in ihrem Sinne vertreten werden möchten. Die Menschen müssen dazu aus ihrer Lethargie gerissen werden, wodurch den Reichen und Mächtigen überhaupt erst ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Vormachtstellung ermöglicht wird. Wer tatsächlich denkt, dass jene Elite nicht politisch organisiert sei, hat nicht begriffen, wie diese Welt funktioniert. Sich wie Tauben in einer Fußgängerzone von den Passanten durchfüttern zu lassen, darf nicht Lebensziel jener Leute bleiben, die sich jeglicher Illusion entledigt haben.

Ein winziger Funken Hoffnung besteht, wenn sich eine kritische Masse bildet, die wenigstens auf einem kleinsten gemeinsamen politischen Nenner ihre Vorstellungen präsentiert und aufgrund ihrer damit steigenden Relevanz nicht weiterhin ignoriert werden kann.

Eine gesunde Skepsis gegenüber einer neuen Partei ist berechtigt. Hierbei ist allerdings verwunderlich, dass man jene Skepsis gegenüber den etablierten politischen Kräften kaum bis gar nicht entgegen bringt. Es ist deutlich zu wenig demokratische Teilhabe, wenn man als Stimmvieh alle 4 bzw. 5 Jahre mit einem lapidaren Kreuz die eigene politische Ohnmacht besiegeln darf. Wer glaubt, mit einem Verzicht auf diese geringe Möglichkeit der politischen Partizipation etwas ändern zu können, täuscht sich gewaltig. Ignoranz, Bequemlichkeit oder Desillusion bilden den Nährboden für die Macht jener elitären Schicht.

Die Partei “Soziales Netzwerk” bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen. Es wird sich nichts ändern, wenn jeder einzeln über politische Entscheidungen schimpft. Nur eine Bündelung der Kräfte kann Wirkung entfalten.

Soziales Netzwerk erfindet gewiss das Rad nicht neu und besitzt auch nicht die alleinige Deutungshoheit, erhebt aber Anspruch auf eine würdige Vertretung der sozial und wirtschaftlich Benachteiligten in dieser Gesellschaft.

Das noch unvollständige, aber ausbaufähige Grundsatzprogramm findet man hier:

http://soznet.org/?page_id=41

Die vorläufige Parteisatzung findet man hier:

http://soznet.org/?page_id=54

Und die Möglichkeit, sich selbst politisch einzubringen, indem man Mitglied wird, kann hier geschehen:

http://soznet.org/?page_id=205

Themen wie Fracking, TTIP, Pflegenotstand, Kabotage im Transportgewerbe und viele weitere gehören in das politische Portfolio von “Soziales Netzwerk”. Hierfür braucht man allerdings auch Leute mit der nötigen Kernkompetenz, die jene Themen für die Partei aufbereiten. Wer könnte das besser als jene Leute, die davon betroffen sind und im Tagesgeschäft ständig damit konfrontiert werden?

Mitglieder erhalten Zugriff auf den internen Mitgliederbereich im Forum http://forum.soznet.org. Dort erhalten die Mitglieder wichtige Informationen zur Gründungsversammlung, zur Kandidatur für Ämter und zur Partizipation an der Parteiprogrammatik. Ein Delegiertensystem ist nicht vorgesehen, sodass jedes Mitglied nach eigenem Ermessen aktiv Parteipolitik mitgestalten kann. Nehmt diese historische Chance wahr, die politischen Verhältnisse in unserem Land nachhaltig verändern zu können.

 

 

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Maximallohn für Parlamentarier

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Nachdem die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD endlich im Bundestag den Mindestlohn von 8,50 € beschlossen hat und der Arbeitgeberlobby diverse Zugeständnisse einräumte, ist es nun an der Zeit, über die Entgelte jener Volksvertreter zu verhandeln.
Um einen fairen Vergleich anbringen zu können, muss man allerdings die Ausnahmefälle beim Mindestlohn genauer betrachten.

Cent
Quelle: Deutsche Bank

Da wären zum Beispiel jene Zeitungszusteller. Nicht allein in meinem Umfeld übernehmen diesen Job oftmals Schüler, die sich dadurch ihr Taschengeld aufbessern möchten. Und genau in dieser Kategorie bewegt sich auch in der Regel die Bezahlung für diesen Job. Genau genommen könnte man hierbei in einigen Fällen von geduldeter Kinderarbeit durch die Erziehungsberechtigten reden. Gelegentlich darf ich leicht schmunzelnd beobachten, wie das unmittelbare familiäre Umfeld jenes Schülers sich an dieser Aufgabe abarbeitet bis man genervt oder überfordert diese Tätigkeit an den nächsten Protagonisten abgibt. Es ist eben eine reine Nebentätigkeit, die man nur mit ausreichend überflüssiger Freizeit bewältigen kann. Krank darf man übrigens nicht werden, denn diese Form der Arbeitsunfähigkeit gehört nicht ins Tätigkeitsprofil eines Zeitungszustellers auf Basis eines 450€- Jobs.
Die sogenannten Minijobs sind insbesondere für die Arbeitgeber lukrativ, sparen sie dadurch doch Sozialabgaben und die dazugehörigen Verpflichtungen. Dieses Modell der quasi gesetzlich legitimierten Schwarzarbeit besitzt auch auf Arbeitnehmerseite durchaus Wohlgefallen. Jenseits der Finanzbehörden lässt sich unbürokratisch schnelles Geld verdienen. Ist man darauf nicht angewiesen und die zusätzlichen Einnahmen dienen einzig dem persönlichen Luxusgewinn, hat diese Beschäftigungsform durchaus ihre Berechtigung.
Anders sieht die Sache aus, wenn Hartz 4- Empfänger mit solchen geringfügigen Beschäftigungen ihnen Unterhalt „aufstocken“ wollen. Da erreicht man schnell die Grenze, wo dieser Zusatzverdienst angerechnet wird. Die Begründung ist durchaus plausibel, denn schließlich soll ein Arbeitsloser ja nicht von Beruf Arbeitsloser sein. Aber auch gleichzeitig offenbart sich der Irrsinn dieser Methodik. Würde man jene geringfügig Beschäftigten entsprechend entlohnen, also ihnen den Mindestlohn zahlen, wären sie schließlich nicht mehr arbeitslos. Politisch scheint dies aber nicht gewollt zu sein…
Neben Zeitungszustellern sind allerdings auch Saisonarbeiter, Praktikanten sowie Minderjährige im Fokus jener Politiker der Wirtschaftsflügel von CDU/CSU, die auf weitreichende Ausnahmeregelungen drängen. Ob Praktika generell entlohnt werden müssen, ist durchaus diskussionswürdig, unterscheidet man schließlich zwischen berufsbildenden Pflichtpraktika und jenen, die zur Steigerung der Erfolgschancen bei Umschülern und Umsteigern absolviert werden.
Ebenso wie bei Saisonarbeitern sind es oft bürokratische Hürden, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Weg stehen. Das könnte man ändern, wenn man denn wollte…
Perfide empfinden es viele Menschen, insbesondere die Betroffenen selbst, wenn ausgerechnet jene Volksvertreter, die selbst weit weg von der Lebensrealität eines Arbeitnehmers, dessen Leistung unter Mindestlohn gewürdigt wird, über deren Existenzgrundlage entscheiden.

Mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung von derzeit 8252€ (Stand Juni 2014), die zwar versteuert werden muss, aber immerhin von Abgaben zu Renten- & Arbeitslosenversicherung befreit ist, lässt sich kaum nachvollziehen, wie ein Hartz- 4 Empfänger haushalten muss. Hinzu kommt noch die Amtsausstattung, womit die steuerfreie Kostenpauschale in Höhe von aktuell 4202€ den größten Posten darstellt. Die kostenlose Nutzung aller Verkehrsmittel der Deutschen Bahn incl. Schlafwagen sowie Inlandsflüge werden noch durch die Bereitstellung von Büroräumen samt Ausstattung und einer Mitarbeiterpauschale für Angestellte ergänzt. Dazu zählen sogar Mitarbeiter in den Wahlkampfbüros, die im Prinzip Parteiarbeit erledigen und keineswegs im Sinne des Mandats tätig sind. Bestimmte Posten, wie Fraktionsvorsitzende(r) erhöhen diese Entgelte für manche Abgeordnete zusätzlich um einen nicht zu unterschätzenden Betrag.

Man braucht keine Neiddebatte anzuzetteln, um zu erkennen, dass man als Parlamentarier finanziell unabhängig ist. Das ist im Prinzip auch so gewollt, denn ein Abgeordneter soll in seinen Entscheidungen unabhängig bleiben und nur nach seinem Gewissen entscheiden. Dass dies eine Wunschvorstellung ist, die permanent missachtet wird, braucht man nicht näher zu erläutern. Allein der Umstand, dass seit Jahren ein Antikorruptionsgesetz nicht ratifiziert wird, ja eigentlich sogar massiv unterbunden wird, zeigt deutlich, dass ein Großteil jener Volksvertreter gar nicht die Absicht hat, das Volk zu vertreten, sondern sich an ihm zu bereichern.
Man stelle sich vor, ein Parlamentarier würde insgesamt nur noch 6000€ netto verdienen, was ja gegenüber einem Normalsterblichen definitiv kein Hungerlohn wäre. Wäre es nicht so, dass dann nur noch Abgeordnete in den Parlamenten sitzen würden, die tatsächlich aus Überzeugung und nicht wegen des Geldes wegen, diese durchaus schwierige Aufgabe ausüben würden?

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Zwischen Nierenschale und Schnabeltasse

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Man stelle sich vor, der Pflegenotstand sei ausgebrochen und niemand merkt es…

Sowohl die Berufstätigen in Pflegeberufen wie auch die Betroffenen selbst besitzen vom Pflegenotstand eine ganz reale Vorstellung. Während von Bürohengsten fernab der Praxis Pflegestufen kategorisiert und Pflegedienstleistungen minutengenau definiert werden, herrscht in Krankenhäusern und quasi allen anderen Einrichtungen mit Pflegebedarf das blanke Chaos. Auch in der ambulanten sowie häuslichen Pflege sind die Kapazitäten erschöpft. Die Aktion „Pflege am Boden“ möchte auf bildlich ansprechende Weise auf ein Problem aufmerksam machen, dass nicht allein die Pflegenden und zu pflegenden betrifft…

Direktlink: http://youtu.be/I4D9xuvqoqs

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Friede, Freude, Ukrainekuchen

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US- Präsident Barack Obama wurde kurz nach seinem Amtsantritt der Friedensnobelpreis verliehen. Das roch förmlich nach Satire, dennoch meinte es das Nobelpreiskomitee bitter ernst. Offensichtlich wünschte man sich einen Messias herbei, der das amerikanische Militär endlich von den Brandherden, die sie maßgeblich selbst entzündet hatte, zurück pfeifen würde. Der erste farbige Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten muss schließlich ein Zeichen setzen, dachten sich die Preisverleiher erwartungsvoll. Jede andere Überlegung grenzt an Senilität.

Quelle: http://www.telegraph.co.uk/
Quelle: http://www.telegraph.co.uk/

Seinen Erwartungen wurde der amerikanische Präsident in keiner Weise gerecht. Es ist schwierig, sich keinen Spekulationen hinzugeben, doch spricht man inzwischen offen von einem neu entflammten „kalten“ Krieg zwischen den sogenannten Supermächten Amerika und Russland. Das Spielfeld für diese Schlacht heißt übrigens Ukraine, Obamas Gegenspieler Wladimir Putin. So sieht es offenkundig die Geschichtsschreibung vor. Weil jedoch Obama samt seiner Verbündeten in der NATO alles andere als glaubwürdige Friedenspolitik offenbaren, darf man nicht vergessen, dass Herr Putin im Grunde ein Despot ist. Es sollte sich nicht die Frage stellen, ob eine gut funktionierende Diktatur einer leider miserabel gelebten Demokratie vorzuziehen sei. Nur weil auf Seiten des Westens eklatante Fehler im Ukraine- Konflikt begangen wurden, wird dadurch das Handeln der Gegenseite nicht besser.

Die Menschen in der Ukraine sind die Leidtragenden, nach deren Wünschen sich eigentlich alle Konfliktparteien richten sollten. Man sollte sich demnach nicht von all jenen Propaganda- Bemühungen beeinflussen lassen, die eigene Sympathie nach West oder Ost zu verlagern. Die Solidarität sollte einzig den Betroffenen gelten und keinesfalls den politischen und militärischen Drahtziehern, welche förmlich nach moralischer Rechtfertigung für ihr verwerfliches Handeln hecheln und dabei weder auf Lügen oder Intrigen verzichten. Leider sind wir an einem Punkt angelangt, der konsequentes Hinterfragen jeglicher Protagonisten beider Konfliktparteien verlangt.

Nun ist der Mensch bekanntermaßen ein Herdentier und folgt blind der Tradition von Lemmingen fremdbestimmten Leitfiguren. In Deutschland repräsentieren insbesondere die Wähler der großen Volksparteien jene possierlichen, jedoch auch ziemlich naiven, mausverwandten Wühltiere. Dass jenes Verhalten des Massenselbstmordes von Lemmingen ebenso eine Illusion ist, wie der Glaube an verantwortungsbewusstes Handeln unserer Regierungsvertreter, sollte endlich etwas Speicherplatz in der Festplatte  von Wählerhirnen finden.

Aktuell liefert Heiko Maas (SPD), einstiger Padawan (Synonym für „Schüler“ aus dem Star Wars Universum) vom ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten und Ex- Linken- Parteichefs Oskar Lafontaine, der in seinem Bundesland nie politisch überzeugen konnte, den Beweis für umfassende Inkompetenz als Justizminister. Sollte Herr Maas nicht an Blitzdemenz leiden, müsste ihm schließlich bewusst sein, warum Edward Snowden einer nach Moskau anreisenden Delegation des entsprechenden Untersuchungsausschusses nicht Rede und Antwort stehen kann. Es wäre ein Zeichen der eigenen Staatssouveränität, Herrn Snowden in Deutschland zu befragen und ihm Immunität gegenüber den USA und einem in diesem Fall absurden Auslieferungsvertrag zu zu sichern.

Da wurden durch Edward Snowden ungeheuerliche Schnüffelaktionen diverser Geheimdienste detailliert nachgewiesen, während die Bundesregierung zunächst die massenhaften Ausspähungen leugnete und später zu relativieren versuchte. Damit reiht Herr Maas sich nahtlos in die unfähige Regierungsmannschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) ein, deren einstige Lakaien, Ex- Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) und Ex- Innenminister Hans- Peter Friedrich(CSU), den NSA- Untersuchungsausschuss zu verhindern versuchten und die Ausmaße der Spionagetätigkeiten klein reden wollten.

Man kann sich nicht dem Eindruck erwehren, dass in dieser Angelegenheit die Bundesregierung die eigene Inkompetenz mit aller Gewalt zu vertuschen versucht und sich dabei weltweit lächerlich macht, denn tiefer kann man gar nicht mehr im Arsch des amerikanischen Präsidenten stecken, wodurch dieser alsbald Würgereflexe durch den von unten herannahenden Haaransatz unserer Bundeskanzlerin bekäme.

Die erst kürzlich durchgeführte Europa- Wahl bestätige einmal mehr, dass die Mehrheit der Deutschen lieber konservativ belogen und betrogen wird anstatt ihre Wohlstandslethargie der Gerechtigkeit und des eigenen Gesichtsverlustes wegen verlassen würde. Wer sich jetzt angepisst oder denunziert fühlt, darf sich gerne mit konstruktiven Gegenargumenten zur Wehr setzen. Dieses Volk ist doch selbst daran schuld, dass wir den Führungseliten folgen und in den Abgrund stürzen, während diese jedoch immer einen Fallschirm besitzen. Nicht die Lemminge sind blöd…

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Integration – der Blinddarm der Politik!

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Mehr als verblüfft war meine Reaktion, als ich erfahren habe, dass im Integrationsbeirat die Vertreter der Migranten nicht mehr als Komparsen darstellen.

Nicht einmal ein Rederecht steht den 10 gewählten Mitgliedern des Integrationsbeirates zu, welche im Stadtrat von Saarbrücken die Migranten vertreten sollen. Das hängt von der Willkür der 5 Vertreter jener Parteien ab, die im Stadtrat Mandate inne haben und je nach politischen Mehrheitsverhältnissen die Entscheidungsbefugnis besitzen.

Will man sich ernsthaft über die Themen Migration und Integration unterhalten, ist ein Besuch bei den Betroffenen unumgänglich. Am letzten Freitag war ich deshalb im Haus Africa…

Direktlink: http://youtu.be/7cjpt-7e6rM

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Das Ei des KolumGlobus

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Die Handelskette GLOBUS wirbt mit ihrem neuen Eiersortiment im Internet:

http://www.globus.de/de/magazin/nachgefragt/ein_ei_wie_das_andere_/ein_ei_wie_das_andere_.html

(Anmerkung: Die Seite wurde vom Betreiber leider entfernt)

Aufgefallen wäre mir diese Strategie eigentlich nicht, wenn ich nicht über Wochen das Fehlen von Freiland- Eiern in dem Markt meines Vertrauens vermisst hätte. Statt der Freilandeier wurde seit April dieses Jahres eine neue Packung Eier ins Sortiment aufgenommen.

http://www.globus.de/de/magazin/nachgefragt/ein_ei_wie_das_andere_/ein_ei_wie_das_andere_.html
http://www.globus.de/de/magazin/nachgefragt/ein_ei_wie_das_andere_/ein_ei_wie_das_andere_.html

Es handelt sich um Bodenhaltungs- Eier mit dem Siegel „Tierschutz geprüft

Die Erklärung hierfür findet man ebenfalls auf der Internetpräsenz von GLOBUS:

Tierschutz geprüft

Das Siegel „Tierschutz geprüft“ hat der KAT gemeinsam mit den deutschen Tierschutzorganisationen „Deutscher Tierschutzbund e.V.“, „Bundesverband Tierschutz e.V.“ und „Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V.“ entwickelt. Die Anforderungen an das Halten von Legehennen gehen sogar noch über den KAT-Standard hinaus. Ziel ist eine besonders artgerechte Haltung für Legehennen in Boden- und Freilandbetrieben. So liegt beispielsweise die Gruppengröße dieser Haltungsform bei nur 1.500 Hennen. Das Kürzen der Schnäbel ist verboten und die Hühner erhalten hochwertiges Futter ohne Gentechnik.

Mir bekannte Tierschutzaktivisten betrachten dieses Siegel mit Skepsis. Im Grunde ist es ein Widerspruch, Betrieben mit Legehennen in Bodenhaltung ein Tierschutz- Siegel zu zugestehen. Insbesondere, wenn Eier aus Freilandhaltung jenes Siegel nicht tragen, beschleicht mich der Verdacht, dass man hier einen gehobenen Standard suggeriert, dem diese Art der Tierhaltung gar nicht gerecht werden kann.

Der Verweis auf eine Gruppengröße von 1500 Hennen hat keinerlei Aussagekraft, wenn die Angabe des Areals, auf welchem sich die Tiere frei bewegen können, fehlt.

Das Kürzen der Schnäbel ist im Grunde verboten und keineswegs ein hervorzuhebendes Merkmal eines Siegels, welches den Tierschutz hervorheben soll. Die Albert- Schweitzer- Stiftung erklärt es folgendermaßen:

Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist das Schnabelkürzen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Das bedeutet, dass alle Fälle geprüft werden müssen. Erst dann, wenn es keine Alternativen zum Schnabelkürzen gibt, dürfen Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. In der Praxis werden die Ausnahmegenehmigungen aber immer und ohne jede Nachfrage erteilt. Damit befindet sich der Tierschutz (mal wieder) in einer Situation, in der er um gesetzeskonforme Bedingungen kämpfen muss.

Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/kampagnen/schnabelkuerzen-beenden

Des Weiteren wird diese Prozedur so charakterisiert:

Das Schnabelkürzen ist eine Prozedur, die bei praktisch allen Küken vorgenommen wird, die später als Legehennen in Boden- und Freilandhaltungen Eier legen müssen. Die mit Nerven durchsetzten Schnabelspitzen werden dabei mit einer heißen Klinge oder einem Laser abgetrennt, um zu vermeiden, dass die Hennen sich später gegenseitig verletzen oder gar töten.

Das Schnabelkürzen ist ein typisches Symptom der Massentierhaltung: Die Tiere werden den schlechten Haltungsbedingungen angepasst, anstatt die Haltungsbedingungen den Tieren anzupassen. Wären die Bedingungen nicht so schlecht und weniger stressverursachend, würden die Verhaltensstörungen Federpicken und Kannibalismus gar nicht erst entstehen.

Auch der Hinweis, dass keine genmanipulierten Futtermittel verwendet werden, ist reine Makulatur. Der Anbau von genmanipulierten Futtermitteln ist bislang in der EU verboten. Leider existiert eine Gesetzeslücke, die es eben nicht verhindert, dass solche Futtermittel importiert und verfüttert werden. Es gelangen somit quasi durch die Hintertür gentechnisch veränderte Substanzen in den Nahrungskreislauf.

Genau genommen besitzt also dieses Siegel keine besonderen oder gar erwähnenswert höheren Standards als die übliche Bodenhaltung. Man grenzt sich, wenn man es so ausdrücken möchte, lediglich gegen noch schlimmere Zustände in der Tierhaltung ab.

Alle Beteiligten an dieser Siegelvergabe habe ich um eine Stellungnahme gebeten. Darauf bin ich gespannt…

Update vom 30. Mai 2014:

Statement vom Bundesministerium für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:

Das BVL hat bei der Vergabe von Siegeln und der Überwachung der Einhaltung der zugrunde liegenden Richtlinien keinerlei Zuständigkeiten. Über die Aufgaben unseres Hauses können Sie sich hier informieren:
http://www.bvl.bund.de
Von daher habe ich Ihre Anfrage lediglich zur Kenntnis genommen und hoffe, dass Ihnen die zuständigen, ebenfalls adressierten Stellen entsprechend antworten.

Das war ziemlich ernüchternd.

Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft klingt es so:

Hierzu können wir Ihnen leider keine Auskunft geben, da es sich nicht um ein staatlich geprüftes Siegel, sondern um einen privatwirtschaftlichen Tierschutzstandard handelt.

Inhaber und Träger eines Zeichens sind im allgemeinen eingetragene Vereine, die die fachlichen Anforderungen und Vergabekriterien entwickeln. Nur wenige Produktsiegel, Qualitätssiegel und -logos basieren auf einer rechtlichen Grundlage, wie etwa das EU-Bio-Logo. Für die Nutzung eines Siegels unterziehen Hersteller ihre Produkte oder Dienstleistungen freiwillig einer zuvor definierten Prüfung oder verpflichten sich zu bestimmten überprüfbaren Herstellungsprozessmethoden oder Leistungen.

Eier mit dem Siegel „Tierschutz geprüft“ sind bereits seit 2008 im Handel erhältlich.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Initiatoren des Siegels bzw. an die von Ihnen genannte Handelskette.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte.

Meine Befürchtungen nehmen immer konkretere Formen an. Demnach besitzt dieses Siegel keinerlei Aussagekraft und die Standards, denen sich die “Siegel”- Nutzer unterwerfen, werden von ihnen selbst definiert bzw. lassen sie sich von einer angeblich unabhängigen Institution festlegen, die dafür von den Auftraggebern, welche wiederum die “Siegel”- Nutzer selbst sind, honoriert werden…

Eine Antwort auf Ihre Mail befindet sich derzeit in einer internen Abstimmung. Wir bitten daher um etwas Geduld.

Dieses Statement stammt vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., einer jener Organisationen, die dieses Siegel verliehen haben. Es ist erstaunlich, dass man sich über eine so simple Nachfrage intern abstimmen muss. Da bin ich erneut gespannt…

Update vom 10. Juni 2014:

Die Antwort der Verbraucherzentrale Saar kam am 5. Juni 2014:

…das Problem bei privaten Labeln, oder eigentlich bei allen Labeln ist, dass nur der Verbraucher eigentlich genau aufgeklärt wird, der sich über die Bedingungen und die Kontrolle der jeweiligen Label genauer informiert. Das ist für schon recht viele Label über „labelonline.de“ möglich. „Tierschutz geprüft“ habe ich allerdings noch nicht darunter gefunden. Das könnte man anregen.

Heute sind Labels zu einem wichtigen Marketinginstrument für Hersteller und Lebensmittelkonzerne geworden. Und sie wirken absatzfördernd, das hat Wiso im Januar noch einmal in einem Test nachgewiesen (http://www.zdf.de/wiso/lebensmittel-label-siegel-supermarkt-bio-31473216.html ) .Verboten sind sie nicht, solange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen.
Das Label „Tierschutz geprüft“ kann natürlich auf den ersten Blick den Eindruck erwecken, dass besonders hohe Tierschutzstandards eingehalten werden. Tatsächlich liegt die Tierhaltung zwar über dem gesetzlich vorgeschriebenen, aber ist eben nicht mit der Freilandhaltung bei Geflügel vergleichbar. Hier muss der Verbraucher auch auf die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung achten, die eindeutig auf die Haltungsform hinweist. Dass der Handel jetzt Freilandhaltungs-Eier im Angebot reduziert, ist natürlich sehr bedauerlich. Ein Protest beim Handel selbst könnte Wirkung zeigen, am besten natürlich die eindeutige Kaufentscheidung von Freilandhaltungseiern durch die Verbraucher, die sich ja zunehmend für diese Haltungsform entscheiden.

Einiges an Feedback wurde ja geliefert, aber kurioserweise nicht von den Verantwortlichen für dieses Siegel. Keine Antwort ist bekanntermaßen auch eine Antwort und somit schlussfolgere ich, dass meine Vermutungen im Allgemeinen korrekt sind. Vom Verbraucherschutz Saar wird zudem eine weitreichende Ohnmacht der Verbraucher gegenüber den Lebensmittelkonzernen attestiert. Auch erkennt man in gewisser Weise eklatante Versäumnisse der zuständigen Behörden. Muss man denn tatsächlich immer die Medien einschalten, dass Missstände aufgedeckt und gegebenenfalls beseitigt werden?

Update vom 13. Juni 2014:

Diesmal muss ich aus dem Gedächtnisprotokoll heraus den Leiter der Qualitätssicherung der Handelskette GLOBUS zitieren, mit welchem ich über dieses Thema telefonierte:

Es ist eine ökonomische wie ökologische Gratwanderung, Erzeugerbetriebe zu finden bzw. davon zu überzeugen, im Sinne des Tierschutzes die Haltung der Tiere an höhere Standards anzupassen. Das Label “Tierschutz geprüft” ist einzigartig in Deutschland und wird ausschließlich von GLOBUS verwendet. Insbesondere das Schnabelkürzen ist ein wesentliches Kriterium, welches von GLOBUS nicht akzeptiert wird. Bei der Mengenangabe von 1500 Tieren ist einzuräumen, dass ein Parameter zur Flächenangabe fehlt. Es handelt sich um die gleiche Fläche, welche ansonsten für 3000 Tiere zur Verfügung steht. Diese Passage wird nach unserem Telefonat entsprechend angepasst, damit die Aussage auch verständlich für den Verbraucher wird. Ohne diesen zusätzlichen Parameter bleibt die Aussage nämlich weitgehend sinnlos.

Tatsächlich gibt es Erfolge, zum Beispiel bei Masthühnchen, die GLOBUS im eigenen Sortiment anbietet, die trotz eines höheren Preises ein Erfolgsschlager seien. Die höheren Qualitätsstandards schlagen sich hierbei im Geschmack nieder, was der Kunde toleriert. Hierbei ist zu erwähnen, dass bei diesen Masthühnern auf die permante Behandlung von Antibiotika verzichtet wird und die Mastdauer deutlich länger ist.

Bei allen Anstrengungen, die GLOBUS unternimmt, um höhere Qualitätsstandards durchzuringen, gelingt das nur mühselig in kleinen Schritten und auch manchmal mit Rückschlägen, wie beispielsweise bei der Verwendung von genmanipulierten Futtermitteln. GLOBUS übt zwar einigen Einfluss auf die Erzeugerbetriebe aus, muss sich jedoch auch am Markt gegenüber der Konkurrenz in der eigenen Branche behaupten können.

Der Verbraucher besitzt letztendlich die Macht über die Haltungsform der Tiere. Ein konsequenter Boykott von Eiern aus Boden- oder gar Käfighaltung, wäre ein erster Beitrag, die Erzeugerbetriebe empfindlich zu treffen, wo es ihnen weh tut, am eigenen Profit. Wenn man in einem weiteren Schritt auch noch die Massentierhaltung boykottieren würde, welche ja Ursache für den Einsatz von Antibiotika und das grauenvolle Schnabelkürzen verantwortlich ist, könnte man auf diese Weise die Zuchtbetriebe zu höheren und besseren Standards zwingen. Da regt man sich einerseits über “Chlorhühnchen” auf, während man andererseits Eier oder gar Hühnchen verspeist, deren Antibiotika- Restmenge ausreichen würde, ohne zusätzliche Medikamente einen mittelschweren grippalen Infekt auszukurieren, sofern die Erreger nicht längst resistent geworden wären.

Update vom 16. Juni 2014:

So sieht eine Maßgabe für einen Betrieb der Eierwirtschaft mit bereits gehobenen Standards aus, der das Label “Tierschutz geprüft” verwenden darf:

Die Besatzdichte beträgt 7 Hennen/m2 nutzbare Fläche. Es dürfen maximal 9.000 Hennen pro Stall (eine Altersgruppe) gehalten werden, eine Gruppengröße von maximal 1.500 Tieren ist obligatorisch. Bei mehretagigen Systemen darf die Besatzdichte insgesamt 14 Hennen/m² der von den Tieren nutzbaren Stallgrundfläche nicht überschreiten. Maximal 3 Stallungen à 9.000 Tiere gelten als ein Legebetrieb.

Quelle: http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/fileadmin/PDF/Leitfaden/e_Ltf._fuer_KAT_Legebetriebe_Oktober_2013.pdf

Nach einem Telefonat mit dem Geschäftsführer von KAT (Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V) scheint sich zu bestätigen, dass die “Politik” unbedingt und unmissverständlich tätig werden sollte. 

 

Bestrebungen, den Tierschutzstandard zu erhöhen, scheitern daran, dass der Wirtschaftlichkeit einen so hohen Stellenwert von den politischen Entscheidungsträgern zugesprochen wird, dass beispielsweise das Schnabelkürzen, welches eigentlich nur eine Ausnahme sein sollte, problemlos genehmigt wird. Es wird quasi die Lizenz zur Tierquälerei behördlicherseits ausgestellt. Im folgenden Bild wird der Lebensraum einer Legehenne maßstabsgetrau dargestellt:

hennenplatz

Das ist bereits der gehobene Standard, der für das Label “Tierschutz geprüft” definiert wurde. 9 ausgewachsene Hennen auf einem Quatratmeter…

 

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Politik mit Migrationshintergrund

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Allein der Begriff „Ausländer“ entwickelt bei manchen einheimischen Zeitgenossen phenomenale Beißreflexe. Selbst finde ich es ausgesprochen charmant, wenn sich unsere integrationswilligen Mitbürger mit Migrationshintergrund aktiv an der politischen Auseinandersetzung beteiligen möchten.
Bislang konnte die Politik der etablierten Parteien in Deutschland nicht wirklich erfolgreiche Integrationspolitik durchsetzen. Im Gegenteil, durch die fortschreitende Globalisierung auf wirtschaftlicher Ebene droht die menschliche Komponente zunehmend zu verkümmern.
Umso bewundernswerter ist der Vorstoß eines kleinen Vereins aus dem Saarland, zu Kommunalwahlen anzutreten. Saarland für Alle nennt sich der Verein und besitzt ein deutlich multikulturelles Erscheinungsbild.

www.saarland-fuer-alle.de
Quelle: www.saarland-fuer-alle.de

In Zeiten, wo erzkonservative Mitglieder etablierter Parteien mit dem angeblichen Plündern der Sozialkassen durch Einwanderer auf Stimmenfang gehen oder laut über die Eindämmung der Flüchtlingsströme nachgedacht wird, sollte sich ein Land von überwiegend christlicher Prägung im Spiegel betrachten.

Zur Erinnerung: In Köln trifft am 10. September 1964 der millionste Gastarbeiter ein. Der Portugiese Armando Rodriguez erhält bei seiner Ankunft ein Moped als Geschenk.

Als man die Ausländer dringend brauchte, holte man sie gerne nach Deutschland. Dass diese Menschen ihre Heimat verließen und sich in Deutschland eine neue Existenz aufbauen mussten, darf man doch nicht ausblenden. Man schloss keine Zeitverträge, sondern Lebenszeitverträge. Inzwischen leben die Nachkommen jener Gastarbeiter in der 4. Generation in Deutschland, viele davon waren nie in der Heimat ihrer Vorfahren, können auch nicht deren Sprache und wurden hier als Deutsche geboren. Diese Menschen leben und arbeiten hier und zahlen ihre Steuern und partizipieren vollkommen legitim an unseren Sozialsystemen.

Auch die Befürchtungen, dass die seit dem 1. Januar 2014 geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit laut EU- Gesetzgebung insbesondere Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien Zugang zu den deutschen Sozialsystemen verschaffen würde, ist falsch. Für Arbeitslosengeld und Sozialhilfe gelten Bedingungen nach deutschen Recht, wonach die Kommunen zu handeln haben. Migranten müssen demnach mindestens 5 Jahre in Deutschland wohnen und arbeiten, bevor sie ein Anrecht auf Sozialleistungen erhalten können.

Und schließlich gibt es noch jene Flüchtlinge, die aus Krisen- bzw. Kriegsgebieten in die Europäische Union strömen. Hier sollte man eher von einer Rettungsaktion reden, denn niemand verlässt seine Heimat, wenn es ihm dort einigermaßen gut geht. Soll man tatsächlich diese Menschen mittellos in ihre Herkunftsländer zurück schicken, wo sie Tod und Elend erwartet?

Nachdem hoffentlich klar geworden sein sollte, dass niemandem etwas von seiner Tafel Schokolade weggenommen wird, darf man bestenfalls darüber lamentieren, dass auch nicht jeder Migrant ein Engel ist. Das ist ja auch nicht jeder Deutsche. Es gelten in unserem Land Gesetze gleichermaßen für alle, die hier leben. Ob unser Justizsystem immer darauf vorbereitet ist, darf man ebenfalls anzweifeln. Wenn religiöse oder gar ganz persönliche Einflüsse zu Konflikten führen, muss man diese lösen. Hier sollte man womöglich längst überfällige Strategien anwenden, indem man gut integrierte Menschen mit Migrationshintergrund an bestimmten Schlüsselpositionen installiert. Gerade in Behörden könnte man hierdurch eine breitere Vertrauensbasis schaffen. Womöglich fühlen sich viele Mitbürger mit Migrationshintergrund politisch nicht vertreten und die Parteienlandschaft in Deutschland bietet keine Optionen an?

Saarland für Alle” klingt beinahe wie ein Hilferuf. Der Wille nach Integration ist spürbar. Man will Vorurteile beseitigen und streckt die Hand aus, dass man sie doch ergreifen solle, um gesellschaftlich, kulturell und politisch ebenfalls jene Globalisierung erreichen zu können, wie es große Unternehmen auf wirtschaftlicher Ebene erfolgreich praktizieren. Und wie der Name es ausdrückt, soll hier kein Verein für Ausländer am Rande der Gesellschaft von außen durch Fenster in die beheizten Wohnungen der Deutschen blicken müssen, sondern gemeinsam eine Veränderung bewirkt werden.

Es ist ein Anfang, der eigentlich über die Grenzen des kleinen Saarlandes hinaus getragen werden sollte…

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Qualitätsjournalismus Fehlanzeige?

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In quasi allen relevanten deutschen Medien wird bis heute in der Berichterstattung über die Ukraine- Krise bedauerlicherweise ein Sachverhalt unwahr wiedergegeben:

Als Beispiel ein Link zur Online- Präsenz der Tagesschau:

http://www.tagesschau.de/ausland/osze-ukraine122.html

Es ist ausschließlich von OSZE- Militärbeobachtern die Rede, welche von den Separatisten in der Ost- Ukraine in Geiselhaft genommen wurden. Tatsächlich handelt es sich aber um abgesandte Militärs der NATO, die von der ukrainischen Übergangsregierung in das Krisengebiet eingeladen wurden. Das wurde bereits vor Tagen vom Sprecher der OSZE, Claus Neukirch, im ORF richtig gestellt:

http://www.youtube.com/watch?v=mWeU_4UEAq8

Dennoch wird munter eine eindeutig falsche Information an die Zuschauer, Zuhörer und Leser übermittelt. Ist das einfach nur schlechter Journalismus oder will man hier bewusst die Menschen belügen?

Wie sich herausstellte, handelt es sich bei der deutschen Beteiligung um Mitglieder vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr. Interessant hierbei ist deren Aufgabenbereich:

Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) in Geilenkirchen hat einen einzigartigen Auftrag. Es stellt nach den Vorgaben des Auswärtigen Amtes und unter Führung des Bundesministeriums der Verteidigung die Umsetzung der Rüstungskontrollverträge sicher, die die Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten abgeschlossen hat. Rund 200 Soldaten des ZVBw inspizieren Militäranlagen der Vertragspartner und begleiten ausländische Delegationen, die zur Inspektion nach Deutschland kommen.”

Quelle: http://www.kommando.streitkraeftebasis.de/portal/a/kdoskb/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK94uyk-OyUfCCdqFdVllSuX5DtqAgARGO_jg!!/ 

Eine Richtigstellung für diese desaströs falsche Berichterstattung sollte von den betroffenen Medienvertretern unverzüglich und umfassend veröffentlicht werden. Die Glaubwürdigkeit in die Medien wird hierdurch erneut erschüttert und trägt zu einer weiteren Eskalation bei. Gemäß ihres Auftrags fordern wir daher, dass jene Medien, die sich zu einer solch manipulativen Berichterstattung hinreissen ließen, sich ihrer Verantwortung zu stellen.

Wir sind es leid, belogen und betrogen zu werden.

Insbesondere von den öffentlich- rechtlichen Medienanstalten verlangen wir im Gegenzug zu den Rundfunkgebühren (Haushaltsabgabe) eine neutrale und kompetente Berichterstattung.

Generell möchten wir die Menschen, die sich durch tendenziös manipulative Berichterstattung hintergangen fühlen, jene Medien konsequent zu ignorieren, anstatt ihnen jene Aufmerksamkeit zu schenken, welche die Grundlage für deren Geschäftsmodell bildet.

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Happy (Make peace not war Edition)

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Es war schon klasse, als Pharell Williams seinen Frohsinn- Hit “Happy” von den Fesseln des Urheberrechts befreite, indem er dazu aufrief, dass jeder sein eigenes Video dazu produzieren und veröffentlichen solle. Rund um den Globus folgen kleine wie große Städte dieser Aufforderung.

Dass nun Städte wie Homs in Syrien oder Kiev in der Ukraine fehlen, liegt nicht etwa daran, dass die Menschen dort das Lied und die Idee schlecht finden, sondern die Leute in dieser Region sind gerade nicht so “happy”…

Die überwiegend meisten Menschen sind bereits glücklich, wenn sie in Frieden leben dürfen und ihre Familien keine Not leiden müssen. Dazu könnten die politischen Entscheidungsträger wesentlich beitragen, wenn sie jenen Menschen ein wenig Glück schenken würden. Eskalation und Kriegstreiberei erkennen selbst immer mehr Menschen in Deutschland als den falschen Weg. Manche Leute zeigen ihr Unverständnis auf der Strasse in Form friedlicher Mahnwachen. Wir wollen mit unserer Version des Videos Happy eine Botschaft an die USA, an die EU und an Russland senden, den Frieden um jeden Preis zu erhalten. Wollen wir nicht alle gern “happy” sein?

HD- Version:

Smartphone- Version:

Direktlinks:
http://youtu.be/hLdQJlFy9Fo (Low Resoution)

http://youtu.be/uMl89PLVdss (HD- Version)

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Was hat ein Weizenmischbrot mit der Finanzkrise zu tun?

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Geld kann doch nicht krank werden“ würden wohl die meisten Menschen zu recht erwidern, wenn man ihnen eine solch skurrile Behauptung entgegen schleudern würde.
Verabschiedet man sich jedoch für einen Augenblick aus der massenkompatiblen Logik der biologischen Gegebenheiten und überträgt jenen Begriff des Unwohlseins in die synthetisch erschaffene Finanzwelt, erhält jener Begriff im Schatten der Bankenkrise eine ebenso passende Bedeutung…
Schließlich erfanden die Hochfinanzjongleure aus Politik und Wirtschaft immerhin ein kurioses Konstrukt, welches sie Badbank (wörtlich „schlechte Bank“) nannten und offensichtlich als Abstellkammer für „krankes“ Geld dienen sollte. Wenn man möchte, könnte man quasi von einem Krankenhaus für Geld reden, wofür jedoch sowohl Ärzte als auch Medikamente fehlen. Das war auch nie vorgesehen, weil man einfach das kranke Geld vom gesunden trennt, um den Organismus “Bank” als solchen zu heilen. Das funktioniert beinahe so wie eine Blinddarmoperation, zumindest glauben die Finanzminister und Bankenmanager an diese abstruse Behandlungsmethode.
Aber selbst ein heraus operierter Blinddarm muss entsorgt werden und auch der Patient kann danach nicht gleich vom Krankenbett zum Halbmarathon antreten. Bei Banken ist jener Genesungsprozess offensichtlich von kurzer Dauer, denn die hoch riskanten Spekulationsgeschäfte wurden vielerorts fast schon wie eine Folgetherapie weiter geführt.
Man stelle sich vor, diese hochkomplizierten Hedgefonds und riskanten Anlagegeschäfte würde man auf ein subtiles Weizenmischbrot herunter brechen…

Quelle: http://brot.bilderu.de/brot-weizen-alt-7.html
Quelle: http://brot.bilderu.de/brot-weizen-alt-7.html

Da stehe ich nun in der Bäckerei meines Vertrauens und bestelle in meiner naiven, kleinbürgerlichen Vorstellung eines einfachen Tauschgeschäftes zwischen Ware und Bargeld, jenes Weizenmischbrot. Die Dame hinter der Theke reicht mir für meine 2,80 € einen Zettel, der mich dazu ermächtigt, im 6 Kilometer entfernten Gewerbegebiet diesen Coupon bei einem Discounter einzulösen. Auf meine mit Entsetzen aufgenommene Frage, wieso ich denn das Brot nicht hier entgegen nehmen könne, erhalte ich eine ziemlich unbefriedigende Antwort. Es sei ökonomisch unverantwortlich, verderbliche Waren auf Vorrat zu produzieren und nach einem Glücksprinzip, welches nicht kalkulierbar sei, heraus zu geben. Eine Zentralisierung mache sowieso die Produktpalette üppiger und spart überflüssige Ressourcen. Meine Verwunderung über die quasi leeren Regale erklärte sich somit von selbst. Auch bediente mich keineswegs eine freundliche Bäckereifachverkäuferin, von denen ich üblicherweise mindestens 2 gleichzeitig im Laden gewohnt war, sondern eine Analystin mit Hochschulabschluss in Betriebswirtschaftslehre…
Im Discounter angekommen, musste ich mit Bedauern feststellen, dass der Backwarenverkauf durch ein Arsenal an Automaten ersetzt wurde. Auf dem Coupon erkannte ich erst jetzt diesen aufgedruckten Barcode, den ich einem Scanner in genau 3 Zentimeter Abstand entgegen halten musste. Immerhin erkannte das Gerät nach dem 12. Versuch den Code für mein Weizenmischbrot, weil ich offensichtlich nicht sonderlich pfleglich mit der Wertmarke umgegangen war. Beinahe hätte ich durch eigenes Verschulden mein Anrecht auf ein Brot verspielt.
Im Display des High- Tech Automaten wird mir signalisiert, dass wegen des noch unbestätigten Kaufauftrags von Seiten der Bäckerei noch eine erträgliche Wartezeit einzuplanen sei. Vermutlich gab es Übertragungsprobleme im Rechenzentrum, wo beide Unternehmen miteinander verknüpft sind. Die Wartezeit wird mir mit interessanten Werbeeinblendungen versüßt. Das Angebot über einen individuell zu gestalteten Brotaufstrich, der mir per Versand als Sortiment aus verschiedenen Pulversubstanzen zugestellt werden kann, lässt sich kinderleicht in Wasser anrühren. Phantastisch, denke ich mir, was die Technik heute alles dem Kunden bieten kann…
Mein Brot erhalte ich derweil immer noch nicht, denn der Automat backt es augenscheinlich gerade erst. Übrigens in etwa nach dem gleichen genialen Prinzip, wie es beim Brotaufstrich funktioniert. Das spart natürlich viele überflüssige Arbeitsplätze und macht für den ohnehin nicht wohlhabenden Konsumenten die Ware noch günstiger.
Plötzlich werden die interessanten Werbeeinblendungen jäh durch eine offensichtlich wichtige Mitteilung unterbrochen. Der Automat teilt mir nun in ausgesprochen höflichem Schreibstil und der Auswahl zwischen 24 Sprachversionen mit, dass bedauerlicherweise einer der Zulieferer einer elementaren Zutat für mein Weizenmischbrot unpässlich sei. Im gleichen Moment erhalte ich mit musikalischer Untermalung eine neue Wertmarke. Diese ermächtigt mich, in einer anderen Niederlassung dieses Anbieters mein ersehntes Objekt der Begierde zu erhalten. Auf dem Weg zum ca. 13 Kilometer entfernten Ersatz- Discounter erfahre ich über das Autoradio, dass jene Firma, welche zufällig für eine wichtige Zutat zur Backwarensorte meiner Wahl verantwortlich zeichnet, Insolvenz angemeldet habe. Meine Befürchtung, auch an neuer Wirkungsstätte mein Brot nicht zu bekommen, wird von der Realität eingeholt. Wenigstens ist mein Geld ja nicht verloren, ich besitze ja noch die Wertmarke. An diesem Tag gibt es kein Frühstück mit Weizenbrot, den Coupon können wir schließlich nicht essen oder sollten es zumindest nicht versuchen. Eine Woche später erzählt mir unser Nachbar, dass die ortsansässige Bäckerei geschlossen wurde. Angeblich waren Zahlungsrückstände der Kooperationspartner der Auslöser. Die Herstellerfirma dieser hochmodernen, computergesteuerten und internetfähigen Backautomaten expandiert nach Südost- Asien, verkündet mir mein Smartphone, welches im Minutentakt alle wichtigen Informationen des Weltgeschehens geradewegs in meine Jackentasche projiziert. Meine 2, 80€ und Benzin für etwa 25 Kilometer Rundreise sollten mir knapp 2 Stunden unvergessliches Abenteuer wert sein? Es wird mir nämlich nicht möglich sein, mit erträglichem Aufwand den Gegenwert wieder zu erlangen, geschweige denn ein Weizenmischbrot…
Wer das Prinzip verstanden hat, weiß wer in diesem System Verlierer und Gewinner ist. Die Wertschöpfung wird aus dem Nichts generiert, denn in Wirklichkeit gibt es den Gegenwert zu Geld gar nicht oder müsste erst noch geschaffen werden. Dennoch werden eifrig Geschäfte mit fiktiven Werten getätigt, in der Hoffnung, dass die Reise nach Jerusalem nicht für einen selbst mit dem fehlenden Stuhl endet. Glück hat wer “Banker” ist, denn denen wird augenscheinlich immer ein Stuhl reserviert. Nicht umsonst heißt es ja beim Roulette „Am Ende gewinnt immer die Bank“.

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