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Lepidoptera Teil 3: Flugtag vom Kleinen Fuchs

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Der Kleine Fuchs, unter dem wissenschaftlichem Namen  Aglais urticae für Entomologen weltweit  bekannt, gehört glücklicherweise noch zu einer recht häufig anzutreffenden Schmetterlingsart in Mitteleuropa.
Das hat nicht zuletzt wegen der weit verbreiteten Raupenfutterpflanze, der Brennessel, zu tun und der Anpassungsfähigkeit des Falters. So fühlt sich der Schmetterling sowohl in lichten Wäldern, auf Wiesen, in Parks sowie in Gärten wohl, solange genügend Nektarpflanzen vorkommen.

Allerdings sind die zum Teil weit übertriebenen Ordnungsmaßnahmen der Menschen maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Populationen von Faltern massiv zurückgehen.
In diesem Fall wurden die Raupen schon in frühem Stadium (L1) aus Brennesseln entnommen, die am Wegrand eines Rad- und Wanderweges wuchsen. Es war zu erwarten, dass die Wegsäume wie in jedem Jahr zu extrem gemäht werden. Das geschah auch in der 1. Juniwoche.

Vermutlich wurden durch die Entnahme und die geschützte Aufzucht viele Falter vor dem Tod gerettet und das Ergebnis bestätigt sicher die Notwendigkeit dieser Handlung. Eigentlich sollten im Bewusstsein des voranschreitenden Insektensterbens die Behörden erkannt haben, dass das Anlegen von subventionierten Blumenwiesen nicht viel bewirkt, wenn die Larvalhabitate in der Umgebung zerstört werden.

Dieses kleine Video soll möglichst viele Leute motivieren, ihre Gärten naturnah zu gestalten und nicht übermäßigen Ordnungssinn bei der Pflege ihrer Aussenanlagen an den Tag zu legen. Wer Schmetterlinge mag, muss auch Raupen mögen…

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