#Aufstehen und wieder hinsetzen

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Quelle: https://www.aufstehen.de
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Seit der Veranstaltung im saarländischen Burbach, wird deutlich, wie wenig konsistent die Sammelbewegung #Aufstehen selbst ist. Der Anteil von Anhängern der Linkspartei ist gegenüber anderen Parteien überproportional hoch. Das ist nicht ungewöhnlich, denn schließlich wurde die Bewegung von prominenten Politikern dieser Partei ins Leben gerufen. Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine haben etwas gewagt, was vielen Menschen ohnehin überfällig erschien.

Wer nun daraus den Schluss ziehen wollte, dass dadurch automatisch diese Sammelbewegung als eine politischen Prothese der Linkspartei agieren würde, wurde zumindest beim sensiblen Thema der deutschen und europäischen Migrationspolitik kolossal enttäuscht.

So engagieren sich auch Leute wie der Kabarettist Detlev Schönauer bei #Aufstehen. Dieser vertritt öffentlich eine repressive Einstellung gegenüber einer Politik der offenen Grenzen, welche  sich in weiten Teilen von Bündnis90/ Die Grünen und auch innerhalb der Linkspartei unausgesprochen als integraler Programmbaustein manifestiert hat.

Und plötzlich ist sie da, die ideologische Mauer zwischen 2 extremen Fronten, die beide nicht zulassen möchten, dass es zwischen ihren verhärteten Positionen in der Migrationspolitik auch Standpunkte geben kann, die irgendwo rational dazwischen angesiedelt sein können. Fühlt man sich als jemanden, der zwischen diesen beiden Frontlinien zerdrückt werden könnte, blickt man mit Unverständnis von jener fiktiven Mauer auf beide Lager hinab.

Es gibt Leute, deren Verständnis für gescheiterte Konzepte der Bundesregierung in der Migrationspolitik inzwischen überstrapaziert wurde. Es ist ihnen nicht mehr zu vermitteln, dass ein gefühltes Desaster als Erfolg gefeiert wird. An dieser Textstelle könnten sich noch beide Lager jenseits der ideologischen Mauer angesprochen fühlen.

Es sind aber jene Mitbürger, die mit Überzeugung Kriegsflüchtlingen und politisch Verfolgten Schutz und Unterstützung zu teil werden lassen wollen. Gleichzeitig möchten sie aber nicht für Menschen Solidaritätsbereitschaft aufgezwungen bekommen, welchen kein Asyl zusteht, die zum Teil sogar kriminell auffällig wurden oder gar durch Gewalttaten jegliche Reputation verloren haben.

Aus dem extrem linken Lager wird diesen Leuten allerdings bereits Rassismus unterstellt, sobald deren Position nicht mehr deckungsgleich mit der eigenen zu sein scheint. Für das konservative Lager am Ende des rechten Flügels sind alle Andersdenkenden ohnehin Volksverräter.

Wenn die Sammelbewegung #Aufstehen scheitert, dann wird wohl ausgerechnet dieses Schwarz- weiß- Denken der entgegengesetzten politischen Polkappen ausschlaggebend dafür sein.

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