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Mauerfuchs, ein standorttreuer Gartenbewohner

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Lasiommata megera ist ein Tagfalter, welcher oft zu wenig Beachtung erfährt. Dabei kann der Schmetterling schon beinahe als Haustier für Gartenbesitzer betrachtet werden, die ihren Garten entsprechend gestaltet haben.

Der Trivialname „Mauerfuchs“ gibt schon Aufschluss darüber, was das bevorzugte Habitat dieses Falters ist. Er liebt Mauern und felsigen Untergrund auf sonnenexponierten Flächen.  Mit etwas grünem Beiwerk könnte man den Schmetterling sogar für ansonsten lebensfeindliche Schotter- oder Steingärten begeistern. Sogenannte Ruderalflächen, also wo Sand, Kies und Geröll es vorwiegend Pionierpflanzen erlauben, zu gedeihen, ziehen diesen Schmetterling an und lassen ihn regelrecht dort sesshaft werden.

Eier von Lasiommata megera an Trespe unter Steinvorsprung

Das Weibchen legt seine Eier an die Futterpflanzen Trespe und Schwingel, Gräser, die eigentlich überall gedeihen, wo noch etwas Natur erlaubt wird.  Allerdings müssen diese Pflanzen geschützt unter Steinen oder Felsen spriesen und nach Süden ausgerichtet sein.

Raupe von Lasiommata megera

Die Raupen des Mauerfuchses sind durchgehend grün mit einem zarten hellen Seitenstreifen und damit hervorragend getarnt an den Grasstengeln.

Puppen von Lasiommata megera

Besonders interessant sind die Puppen des Falters, die es in 2 verschiedenen Farbvarianten gibt. Es ist völlig ungeklärt, wie es zustande kommt, dass manche Puppen schwarz sind und andere grün. Die grüne Variante gibt es häufiger, allerdings sind die geschlüpften Falter optisch nicht verschieden. Auch das Geschlecht ist nicht von Bedeutung oder die Platzierung der Puppe.

Auf Natursteinmauern ist der Falter mit zusammengefalteten Flügeln gut getarnt. Ansonsten ist das Tier mit seinem orangeroten Grundton doch recht auffällig. Charakteristisch ist der typische Taumelflug des Falters.

Wer sich also gern an einem hübchen Falter im eigenen Garten erfreuen möchte, kann mit geringem Aufwand einen Lebensraum für dieses schöne Insekt schaffen. Der Falter dankt es mit stetiger Präsenz im Garten bei halbwegs gutem Wetter vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein in 3 standorttreuen Generationen.

 

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