Aus die Maus!

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Wir waren im Januar 2014 erstmals in kleiner Runde zusammen gekommen, nachdem Thomas Müller im sozialen Netzwerk „Facebook“ mit seinem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel augenscheinlich eine Initialzündung auslöste. In kürzester Zeit fanden sich in seiner Facebook- Gruppe fast 5000 „Wutbürger“ zusammen, die heftig gegen die aktuelle, etablierte Politik aufbegehrten. Es wurde vielfach der Wunsch artikuliert, dass doch auch einer unstrukturierten Facebook- Gruppe mehr erwachsen sollte, damit das „Volk“, wie man sich ursprünglich betitelte, seinen politischen Willen kanalisieren und adressieren könnte.

Mühevoll wurde zunächst online eine Infrastruktur aufgebaut und schließlich eine Partei gegründet. Ein kleines Team steckte viel Zeit und Mühe in jenes Projekt, dass schließlich als Partei mit Namen „Soziales Netzwerk“ all diesen unzufriedenen Menschen eine politische Heimat sein sollte. Als schließlich die Partei im Prinzip funktionsfähig arbeiten konnte und auch offiziell vom Bundeswahlleiter als solche die Anerkennung erhalten hatte, blieben gerade Mal 42 Leute von den knapp 5000 Gruppenmitgliedern der Partei als zahlende Mitglieder erhalten. Für eine Partei auf Bundesebene ist das einfach zu wenig. Die Partei wurde aus diesem Grund am 1. August 2015 per Urabstimmung aufgelöst.

Erschreckend empfinden wir als (ehemaliger) Vorstand dieser Partei die Unzuverlässigkeit von Menschen, welche sich zwar ständig über ihre Situation beschweren und lautstark in den sozialen Netzen über Politik und Regierung verbal einprügeln, aber selbst nichts dagegen unternehmen wollen, auch wenn ihnen diese einmalige Gelegenheit geboten wurde, die sie zuvor selbst verlangten.

Jedes Volk erhält die Regierung, die es verdient!

Diese Internetpräsenz und die Domain „soznet.org“ wird privat weiter betrieben. Es wird als politisches Weblog umgestaltet. Zu aktuellen Themen aus Politik und dem Zeitgeschehen werden kritische Beiträge veröffentlicht. In der Form einer interaktiven Talk- Runde werden zu den jeweiligen Themen Fragenkataloge an Personen versendet, die sich zum jeweiligen Thema äußern sollen. Die Antworten werden anschließend veröffentlicht und dürfen kommentiert werden.

 

 

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