Ist der Segelfalter ein Profiteur des Klimawandels?

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Zu den imposantesten Tagfaltern Mitteleuropas gehört zweifelsohne Iphiclides podalirius.

Iphiclides podalirius (Moseltal bei Valwig, 2018)

Dem Schwalbenschwanz (Papilio machon)  recht ähnlich ist dieser nahe Verwandte allerdings deutlich seltener vorzutreffen. Seine Ausbreitung beschränkt sich auf eher warme Flusstäler. Im Mittelmeerraum ist der Falter recht verbreitet und auch ziemlich häufig.
Im Laufe der Jahre trifft man aber den Falter auch vereinzelt in Regionen an, wo es noch vor Jahren unvorstellbar gewesen wäre, dass man hier ein Exemplar entdecken konnte.
Vereinzelte Nachweise für das Saarland beschränken sich auf das Moseltal bei Perl.  Auch im Nahetal zwischen Bad Kreuznach und Birkenfeld wurde die Art immer mal wieder gesichtet.

Zur Zeit befinden sich 10 Puppen vom Segelfalter in meiner Obhut, die im Keller bei gemäßigt niedrigen Temperaturen und wenig Licht überwintern. Die Puppen stammen ursprünglich aus Polen, wo die Art offensichtlich noch stabile Populationen vorweisen kann.

Iphiclides podalirius (Puppen, Februar 2021)

Die klimatischen Bedingungen im nördlichen Saarland, an bewaldeten Südhanglagen mit Schlehenbewuchs könnten inzwischen den Ansprüchen der wärmeliebenden Faltern entsprechen.

Iphiclides podalirius (Puppe, künstlich mit Nähgarn an Stengel befestigt.)

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